Indikationen Psychosomatik

In welchen Krankheitssituationen können wir von einer verbesserten Resilienz profitieren? Natürlich grundsätzlich in allen Lebenslagen, aber im Besonderen bei psychosomatischen Erkrankungen. Prüfen Sie einfach, ob die folgenden Aussagen für Sie zutreffen:

„Ich fühle mich krank, aber der Arzt findet nichts.“

Funktionelle Erkrankungen, bez. „es funktioniert nicht mehr wie es soll“ Krankheiten: Welche Symptome sind zu beobachten? Sogenannte somato-forme, also Symptome die sich körperlich begründet anfühlen (Verspannungen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, chronische Schmerzen), aber zunächst einmal „nur Schalt- und Koordinationsprobleme“ der die Organe steuernden Nervenzentren sind, Konzentrationsschwankungen bei den wichtigen Botenstoffen und Hormonen. Jeder Mensch kennt diese Symptome, normalerweise „lernen“ wir sie im Zusammenhang mit „echten“ Krankheiten, die wir im Laufe des Lebens erleiden, die aber normalerweise selbst wieder vergehen. Unsere für die Steuerung der Symptome zuständigen Nervenzentren, richtig, auch Symptome müssen gesteuert werden, ähnlich wie bei einer technischen Anlage, die aktiv geregelt wird, aber trotzdem Schaden nimmt, „merken“ sich diese Abläufe. Diese können dann plötzlich oder in einem Zusammenhang stehend mit anderen Ereignissen aktiv werden. Ist die Funktionsstörung so ausgeprägt, das sich der Mensch zum Patient wird, hat er  „somatoforme Störungen“. In dieser Gruppe gibt es verschiedene Krankheiten, die die Ärzte voneinander abgrenzen können, mit unterschiedlicher Dauer und verschiedenen Symptomen, quasi von Kopf bis Fuß. Diese Krankheiten können verkompliziert werden durch das gleichzeitige Auftreten von Gemütserkrankungen, den Depressionen oder Ängsten. Bekannt ist die Hypochondrie, also krankheitsbezogene Befürchtungen die sich in diesen Situationen in der Regel nicht bewahrheiten.

Ich bin „Stress-“ geschädigt, vielleicht auch schon körperlich, und muss lernen, diesen zu reduzieren, um wieder gesünder leben zu können.

Eine zweite, große Gruppe von Erkrankungen sind „richtige“ körperliche Erkrankungen, bei denen das Gewebe schon Schaden genommen hat und verbunden mit massiver Stressbelastung. Hier hat der Patient mit der Heilung ein Problem, wie oben erklärt, da sich der Körper anderen – vermeintlich wichtigen - Aufgaben widmet, nämlich sich auf dem Erregungsniveau zu halten. Da der Stress, ab jetzt sagen wir nun lieber Belastung,  oft im Zusammenleben entsteht, häufig sind hier die Arbeit und die Partnerschaft, ist spätesten jetzt die Brücke zur Zellschädigung geschlagen. Krankheiten die hierher gehören, sind praktisch alle chronischen, die mit entzündlichen Prozessen einhergehen: Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Asthma, rheumatoide Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, chronische Hautkrankheiten. Auch die Tumorerkrankungen zählen dazu. Die Stärken der Psychosomatischen Medizin entfalten sich jedoch weniger in der Akutphase dieser Krankheiten. Gerade die Zeit der Rehabilitation, also wenn die schlimmsten Krankheitserscheinungen abgeklungen sind und wir langsam wieder gesund werden, ist aber eine Zeit, wo wir sehr von einer Unterstützung der Selbstheilung profitieren können.

Ich bin „richtig“ krank, und komme damit nicht mehr zurecht

Umgekehrt kann jede chronische Erkrankung, sei sie körperlich oder psychosomatisch die Fähigkeiten zur Selbstregulation und zur zwischenmenschlichen Verständigung ungünstig beeinflussen. Dies kann auch wieder in Depressionen und / oder Ängsten oder anderen Verhaltensstörungen, zum Beispiel beim Essverhalten (zuviel oder zuwenig) oder Suchtverhalten, zum Ausdruck kommen. Damit ist die dritte Gruppe von Krankheiten abgegrenzt.

Ich muss ein Trauma bewältigen

Die letzte Gruppe von Patienten, sind die, die ein schweres Trauma überlebt haben (seelische oder körperliche Gewalteinwirkung) oder starke Gefühle des Ausgeliefertseins erlebt haben. Diese Situation kann in der Folge zu Krankheiten der 3 vorherigen Gruppen führen.

Wann ist die Kaiser Trajan Klinik für Sie die richtige Adresse?

Haben Sie sich in einer der Gruppen wiederfinden können? Dann sollten Sie zunächst einen guten Hausarzt haben, vielleicht schon einige Wochen regelmäßig zum ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten gehen, und vielleicht auch schon Psychopharmaka über mehrere Monate eingenommen haben. Warum sind Sie nicht beim Psychotherapeuten? Weil es Ihnen niemand vorgeschlagen hat. Suchen Sie sich jemanden. Er muss eine Kassenzulassung haben, dann ist sichergestellt, dass die Qualifikation einen bestimmten Standard erfüllt.

Wann sind Sie in der Kaiser Trajan Klinik richtig aufgehoben?

  • Sie leiden in Ihrer / unter Ihrer Situation und zwar schon mehrere Monate
  • Sind sind regelmäßig, wenigstens zweiwöchentlich, bei Ihrem Hausarzt. Dieser stellt die Diagnosen Depression, Angst- oder Panikstörung oder somatoformer Störung.
  • Sie fühlen sich körperlich deutlich weniger leistungsfähig als andere in ihrer Altersgruppe, haben vielleicht Schlafstörungen, fühlen sich belastet.
  • Sie sind wenigstens 2 Monate krank geschrieben, oder fühlen sich Ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen-Ihre Krankenkasse oder private Krankenversicherung ist für REHA-Massnahmen für Sie der Kostenträger (Versorgungsvertrag nach §111 Abs. 5 SGB), weil Sie z.B. noch nicht, oder nicht lange genug in die Rentenversicherung einbezahlt haben, oder weil Sie schon berentet sind. Ebenso können Selbstzahler bei uns behandelt werden.